Die neue Regierung unter Premierminister Deuba hat Ende August erstmals Verhandlungen mit der maoistischen Guerillabewegung aufgenommen. Die aus der Marxistisch-Leninistischen Partei hervorgegangenen Aufständischen hatten 1996 den bewaffneten Kampf begonnen. Sie kontrollieren gegenwärtig im Westen 6 der 75 Distrikte des Landes, sind aber im Großteil Nepals im Untergrund präsent. Beide Seiten beurteilten die Gespräche als positiv und vereinbarten weitere Treffen.
Premier Deuba hatte gleich nach der Übernahme des Amtes von seinem Rivalen Koirala einen Waffenstillstand ausgerufen sowie eine radikale Landreform und neue Sozialgesetze für Frauen, für Arbeiter in Zwangsknechtschaft und für Kastenlose angekündigt was offenbar ein günstiges Gesprächsklima mit den Rebellen schuf.